Umstellung auf die neue Revision der Energiemanagementnorm ISO 50001:2018

Seit dem 21.02.2020 dürfen Erst- und Rezertifizierungsaudits der DIN EN ISO 50001 nur noch nach der aktuellen Revision aus dem Jahr 2018 durchgeführt werden. Schwerpunkte der Änderungen sind die Einführung der High-Level-Structure (HLS) und eine Überarbeitung des Kennzahlensystems.

Mit der Einführung der HLS wird nun auch im Bereich des Energiemanagements auf die bewerte Grundstruktur gesetzt, welche bereits in einer Vielzahl anderer Normen, wie z.B. in den Bereichen Qualitätsmanagement, Umweltschutz oder Arbeitssicherheit, angewandt wird. Inhaltlich bedeutet die Umstellung einen stärkeren Fokus auf die Einbeziehung der obersten Leitung und den Kontext der Organisation.

Die Anpassungen im Bereich der Kennzahlen sollen ihre Aussagekraft steigern und somit den Nachweis der Verbesserung fördern. Energieleistungskennzahlen (EnPIs) müssen nun vor ihrer Einführung mit Hilfe statistischer Methoden überprüft und verifiziert werden. Bei dieser ausführlicheren Betrachtung kann sich die Organisation jedoch auf die wesentlichen Energieeinsätze, auch Significant Energy Use (SEUs) genannt, beschränken. Dabei handelt es sich um jene Verbraucher, welche entweder einen relevanten Anteil am Gesamtenergieverbrauch ausmachen oder über ein hohes Einsparpotenzial verfügen.

In der Praxis haben sich besonders die Änderungen im Bereich der EnPIs als recht umfangreich herausgestellt. Die Einführung eines neuen Kennzahlensystems erfordert zu Beginn einen erheblichen Mehraufwand auf Seiten der Organisation. Die Ergebnisse sprechen jedoch für sich. So bietet die detailliertere Betrachtung neben der Visualisierung der Einsparungen auch weitere Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Kostenplanung und der Prozessüberwachung.

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