Aktuelles

Food Fraud in der betrieblichen Umsetzung – Bereitstellung einer Datengrundlage zur Schwachstellenanalyse

Der IFS hat seine Standards IFS Food und IFS Logistics neu versioniert, um die GFSI Anforderungen zum Thema Food Fraud zu integrieren. Dazu hat der IFS einen Leitfaden herausgegeben Die neuen Versionen sind ab dem 01. Juli 2018 gültig und anwendbar. In der Doktrin wurde eine Übergangsphase von einem Jahr festgelegt, in der kein Major in diesem Themenbereich vergeben wird.

Betroffene IFS Standards:
•    IFS Food, Version 6.1
•    IFS Logistics, Version 2.2
•    IFS Cash & Carry / Wholesale, Version 2
•    IFS PACsecure, Version 1.1

Sinnvoll zum Aufbau eines Food Fraud Konzeptes sind folgende Schritte:

  • Schulung und Benennung eines Food Fraud-Teams, dieses entwickelt, implementiert und überprüft das Food Fraud-Konzept
  • Durchführen einer Schwachstellenanalyse

    • Auswahl gesicherter Datenquellen als Grundlage zur Identifizierung von Betrugsmöglichkeiten.
    • Identifizierung der potentiellen Betrugsaktivitäten, welche das Produkt (Rohwaren, Verpackungsmaterialien, etc.) oder den Lieferanten betreffen können.
    • Bewertung des Risikoniveaus für die verschiedenen Rohwaren, Verpackungsmaterialien, wie auch für die Lieferanten anhand eines vorher festgelegten Schemas.

  • Bewertung vornehmen, ob zusätzliche Kontrollmaßnahmen notwendig sind
  • Entwickeln eines Kontrollplans für die zu ergreifenden Maßnahmen, basierend auf der Schwachstellenanalyse
  • Implementierung der Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen
  • Mindestens jährliche Überprüfung des Food-Fraud-Konzepts oder bei einem erhöhten Risiko (z.B. durch Veränderungen der Risikokriterien

Neben der Beratung für die Umsetzung des von uns entwickelten Food Fraud Tools, können wir Ihnen insbesondere die Übersetzung und Aufbereitung einer zentralen Datengrundlage anbieten.
Dabei handelt es sich um monatliche Berichte, die vom Joint Research Center der Europäischen Kommission erstellt werden und alle registrierten Lebensmittelbetrugfälle enthalten. Diese sind in verschiedene Lebensmittelgruppen (Fleisch, Fisch, Öle, etc.) klassifiziert. Auch die Betrugsart (Verdünnung, Ersatz, Kennzeichnung, etc.) und das Herkunftsland (Italien, Spanien, China, etc.) der gefälschten Produkte wird erfasst.
Nähere Informationen zu den Berichten erhalten Sie unter: ec.europa.eu/jrc/en/food-fraud-and-quality/monthly-summary-articles
Der Versand der aufgearbeiteten Daten für die Food Fraud Analyse hängt vom Erscheinen der Berichte ab, erfolgt aber quartalsweise.
Die Daten können dabei nicht nur für die Schwachstellenanalyse, sondern auch für Schulungs- und Sensibilisierungszwecke, wie auch zur Verifizierung des Konzepts genutzt werden.